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2006 - 130 Jahre Freieillige Feuerwehr Zoltingen
Wir bedanken uns bei allen unseren Festbesuchern

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Altbewährtes und jugendliche Ideen
Zoltingen feiert 130 Jahre Freiwillige Feuerwehr

Zoltingen (stef).

Irgendwo im schönen Kesseltal, auf einem Hügel mit Panoramablick, kurz nach einer Abfahrt, die man leicht übersehen kann, da liegt es, das 150-Seelen-Dorf Zoltingen. Aber mit der ruhigen Idylle war es vergangenes Wochenende vorbei. Denn Zoltingen feierte das 130-jährige Jubiläum seiner Freiwilligen Feuerwehr und zwar wie nie zuvor.

"Ein Jubiläum wird dann gefeiert, wenn sich einer oder etwas lange über Wasser gehalten hat und die Feuerwehr ist dazu da, etwas zur rechten Zeit unter Wasser zu setzen", eröffnete Michael Holzinger den Samstag Abend.

Herrlicher Ausblick

Und wie der Bissinger Bürgermeister es prophezeite, war es dann auch. "In kleinem, überschaubarem, aber vor allem gemütlichem Rahmen und mit einem herrlichen Ausblick, wollen wir das Jubiläum feiern", freute sich der Vorstand Sven Schmidt. Und zwar ganz alleine. Eigentlich stand im Gespräch, dass Zoltingen gemeinsam mit seinen Nachbarorten eine 125-Jahr-Feier organisiert, aber nachdem es nach langen Diskussionen zwischen den Vereinen zu keinem Ergebnis kam, "nahmen wir es fünf Jahre später selbst in die Hand", erinnerte sich Sven Schmidt.

Und was sie in die Hand genommen haben, war für das kleine Dorf ein großer, aber erfolgreicher Kraftakt. Aber das gehört ja auch zu einer guten Feuerwehr dazu. Kreisbrandrat Frank Schmidt betonte, wie wichtig die Ortsfeuerwehren auch in den kleinsten Gemeinden seien. "Aufgrund der örtlichen Nähe kann viel schneller und präziser Hilfe geleistet werden, wie der Gülleunfall in der Kessel wieder gezeigt hat." Daher liege es an den Gemeinden und auch an der Bevölkerung, dass das Feuerwehrwesen weitergetragen werde.

Und dass die älteste Bürgerinitiative, wie der Dillinger Landrat Leo Schrell es bezeichnet, funktioniert, zeigten die zahlreichen Ehrungen die die Zoltinger Wehr verzeichnen konnte. Für ihre langjährige Mitgliedschaft im Verein wurden ausgezeichnet: Karl Wolfinger (66 Jahre), Johann Buser (65), Friedrich Hager, Ernst Buser (beide 63) und Wilhelm Oßwald (55). Außerdem wurden Hans Ulrich, Gottfried Ganzenmüller, Peter Schmidt, Karl Pfister, Kurt Hertle und Karl Baumgärtner für ihr langjähriges Engagement geehrt.

Junge Dynamik

Doch nicht nur Altverdiente, sondern auch vor allem jugendliche Feuerwehrmänner zogen die Aufmerksamkeit auf sich. Stefan Ulrich, mit 25 Jahren wohl der jüngste 2. Kommandant, präsentierte den zahlreichen Nachwuchs, den die freiwillige Feuerwehr Zoltingen zu bieten hat. Dem jungen Vorstand liegt das Feuerwehrwesen zwar im Blut (sein Vater Hans Ulrich war langjähriger Kommandant), doch er fühlt sich in seiner Rolle pudelwohl. "Im Freundeskreis kommt meine Aufgabe nicht wirklich zur Sprache. Eigentlich ist das alles ganz normal", erzählt Stefan Ulrich. Kein Wunder, dass diese junge Dynamik viele motiviert und bei der Feuerwehrolympiade die sieben Wehren sich ordentlich ins Zeug legen.

Feuerwehrolympiade

Statt eines Umzugs veranstaltete die Zoltinger Wehr eine Olympiade mit Spielen rund um das Thema Löschen. Fronhofen, Leiheim, Bissingen, Oberringingen, Unterringingen, Diemantstein und Amerdingen schöpften Wasser, koppelten Saugschläuche und löschten den Durst manch eines Löschmeisters. Zwar konnte lange Zeit die Mädchenmannschaft aus Diemantstein Punkte gut machen, aber zum Schluss setzte sich die Mannschaft aus Fronhofen durch. Die Spiele moderierte Reinhard Eberhardt mit dem entsprechenden Witz.

Sven Schmidt war vollkommen zufrieden mit dem Fest. Vor allem der Partybus, der bis in die frühen Morgenstunden die Gäste nach Hause brachte, stieß auf recht große Resonanz.

Eine besondere Erinnerung gestaltete Johanna Eberhardt: Eine Festschrift mit Originalzitaten aus der Chronik, die von Johann Michael Eberhardt zusammengestellt wurde, wird noch lange an dieses 130-jährige Jubiläum erinnern.



Rieser Nachrichten vom 19. Juli 2006  http://www.rieser-nachrichten.de

 

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