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Hinter Zoltingen und Leiheim verläuft der "Rennweg", der auch das Kesseltal vom Donautal trennt. Er bildet in seiner heute noch erhaltenenen Länge von etwa 15 Kilometern auch genau die Wasserscheide zwischen dem Kesseltal und dem Donautal. Als Landesgrenze zwischen den ehemaligen Grafschaften Oettingen und Pfalz-Neuburg ist um den Rennweg schon nahezu zweihundert Jahre gestritten worden. Eine Einigung kam erst im Jahre 1591 zustande. In diesem Jahr wurden jene Grenzsteine gesetzt, wie sie heute noch stehen, insgesamt 30, über die ganze Strecke hin auf der Wegmitte. Der Rennweg nimmt seinen Lauf nur durch Wälder und als ständige Grenze durch oftmals dunkle Zeitläufe. Da ist es nicht verwunderlich, dass dem Volksmund nach dunkle Dinge an ihm haften. Nicht nur Adlige, Mönche, Raubritter und Bauern und was sonst noch alles bei ihm gefrevelt und gesündigt hat, soll zur Nachtzeit auf ihm geistern, selbst der "Wilde Jäger" und der Tod und der Teufel in eigener Person. "Bei de drei Stoi kommts alloi," ist eine in der ganzen Gegend geläufige Rede. Jede Nacht sei der Teufel hier zu treffen und gebe Geld in unbegrenzten Mengen. Doch als Gegenleistung müsse ihm die Seele vermacht werden. Düstere Sagen sind im Umlauf, von Leuten, die Gebrauch gemacht hatten von dieser Gelegenheit. Ja, verrufen ist der Ort und es ist durchaus möglich, dass es selbst heute noch Leute gibt, die ihn nicht ohne zu schauern passieren. Quelle: Michel Eberhardt
in Infos: Ernst Buser Zoltingen
Quelle: Historischer
Atlas von Bayern
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